Stockholm Literature | Moderna Museet 2013

An diesem Wochenende trafen sich literaturbegeisterte Stockholmer im Museum der Modernen Kunst. Ganz klar, dass ich mich dazu gemischt habe. Das erste Litereaturfestival der Stadt, Stockholm Literature | Moderna Museet, stand in den Startlöchern. Das Programm fürs Festival wurde von den Projektleitern Margaret Peterson und Stefan Ingvarsson in Zusammenarbeit mit Moderna Museet zusammengestellt. Programmpunkte waren entweder in Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch und sogar in Deutsch abgehalten. Insgesamt waren zu der zweitägigien Veranstaltung 13 Autoren eingeladen. Rund um die Autoren fanden Lesungen, Gesprächsrunden, Signierstunden und weitere Verantstaltungen statt. Beispieslweise unterhielten sich literarische Übersetzer über ihre Arbeit, Schauspieler vom Königlichen Theater, Dramaten, trugen poetische Text vor. Es war ein rundes und sehr gelungenes Programm. Ein zusätzlicher Pluspunkt war mit Sicherheit, dass man mit der Festivalkarte ebenfalls sämtliche aktuelle Ausstellungen des Museeums besuchen konnte. Mein Wochenende war somit gefüllt mit massig Kultur.

Bevor ich zu sehr ausschweife, dachte ich mir, ich lasse Bilder zur Veranstaltung regnen:

Eindrücke und Aussichten zum Veranstaltungsort Moderna Museet (Museum der Modernen Kunst)

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Im Museum habe ich kurz gestöbert. Die aktuellen Ausstellungen gefielen mir leider weniger. Irgendwie waren mir die Künstler zu analfixiert oder Bewunderer von Alpträumen. Das war nicht meins. Bei jeder Pinkelpause, wurde man auch von Kameras beobachtet….öhm, die waren wohl auch eher Teil von moderner Kunst. Wer’s versteht. Zu den Kaffee- und Essenpausen konnte ich  die Sicht auf Stockholm genießen. Ich liebe diese Stadt.

Begegnung mit Chimamanda Ngozi Adichie

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Diese Dame hat es mir sehr angetan. Ihre Rede hat mich völlig gefesselt. Sie sprach über die Sicht der Europäer auf Afrika. Sie selbst kommt aus Nigeria. Lachen musste ich, als sie sich bei ihrem schwedischen Verleger dafür bedankte, dass für ihre Buchcover keine Giraffen, Elefanten oder traurige Kinder mit großen Kulleraugen verwendet werden. Köstlich.

Begegnung mit Philipp Meyer

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Phillip Meyer kannte ich vorab nicht. Während des Festivals hat er mein Interesse für sein Werk dennoch wecken können. Als Amerikaner sprach er unter anderem über die Liebe der US-Bürger zum Krieg sowie seine Sicht auf Texas. Sehr unterhaltsam! Ich nehme es ihm auch NICHT übel, dass er bei der Signierstunde meinen Namen falsch geschrieben hat (….liegt vielleicht auch daran, dass ich kurz geistig weg war und es ihm falsch vorbuchstbiert habe…… *hust*).

Begegnung mit Taiye Selasi

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Ich bereue es sehr, dass ich von Taiye Selasi die Gesprächsrunde verpasst habe. Schade. Ihre Lesung war auf jeden Fall schön. Und beim Signieren habe ich mich dann total in sie verliebt. Naja, ich mag es eben, wenn Autoren kurz beim Signieren hochblicken und mir in die Augen sagen, dass sie meinen Namen schön finden….jaja, da schmelze ich nur so dahin.

Begegnung mit Olga Grjasnowa

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Olga Grjasnowa war eine von drei deutschsprachigen Autoren, die am Festival teilgenommen haben. Von Olga Grjasnowa habe ich leider auch die Gesprächsrunde verpasst. Ich muss zugeben, dass ich recht unvorbereitet das Fesitival besucht habe. Ihre Signierstunde habe ich ebenfalls leider zu spät mitbekommen. Aber ich werde sicher von ihr noch in Zukunft etwas lesen. Die präsentierten Textauszüge haben mit sehr gefallen. Ich fand es generell klasse, dass die Texte der deutschen Autorinnen beim Festival sowohl im Original als auch in schwedischer Übersetzung vorgelesen wurden. Genial!

Begegnung mit Judith Schalansky

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Judith Schalansky hat mich ebenfalls schwer beeindruckt. Sie wirkte sehr locker, bestimmt, witzig und so herrlich unangepasst. Klar, dass sie nicht nur einfach so Bücher signiert. Nein, im mitgebrachten Rucksack tauchten lustige Tierstempel auf. Mein Exemplar zu Der Hals der Giraffe: Bildungsroman wurde zusätzlich mit einer kleinen Giraffe versehen. Klasse Idee. Das hat schon was. Kurz vor ihrer Lesung saß Frau Schalansky neben mir und sprach mit ihrem schwedischen Verleger. Unter anderem sprach sie an, dass die schwedische sowie norwegische Ausgabe von Der Hals der Giraffe: Bildungsroman recht komisch riechen. Dem kann ich nur zustimmen. Meine schwedische Ausgabe stinkt sehr nach Chemie.

Begegnung mit Felicitas Hoppe

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Bei Felicitas Hoppe gab es viel zu Lachen. Ich saß teilweise richtig lautlachend im Saal. Super peinlich. Sie sprach besonders über ihre fiktive Autobiografie Hoppe, Träume und Realität. Ihre Gesprächsrunde war der krönende Abschluss des Festivals. Von ihrem schwedischen Verleger gab es für Signierhungrige wie mich sogar eine Büchertasche mit auf den Weg, auf der gedruckt steht: Ich bin Hoppe. Haha, auch der Verlag zeigt allerhand Humor.

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Wie ihr seht, bin ich nach dem Wochenende nicht nur um ein paar Begegnungen reicher, stattdessen auch um fünf schöne Bücher. Mein Bücherregal erfreut’s, meinen Geldbeutel weniger. Pro Buch habe ich zwischen 30 bis 40 EUR zahlen müssen und dann steht auch noch in einer Ausgabe mein Name falsch geschrieben. Unglaublich! Ihr könnt euch auf jeden Fall darauf verlassen, dass ich alle Bücher hier auch vorstellen werde. Gebt mir nur noch etwas Zeit für die Lektüre.

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