Buchempfehlung: Weihnachten auf dem Lande.

IMG_1714Titel: Weihnachten auf dem Lande
Autor: Martina Bick
Veröffentlicht: 2013
Verlag: RT Rütten & Loening
Seiten: 175
Serie: Nein

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Emina ist schwanger. Eigentlich keine Katastrophe, aber leider ist ihr Lebensgefährte nicht der richtige Vater – von diesem kennt sie nur den Vornamen: Christoph. Bei einer Radtour über Land ist es passiert. Kurz vor Weihnachten, als ihre Schwangerschaft nicht mehr zu verheimlichen ist, macht sie sich auf die Suche nach ihm. Christoph spielt in einer Kirche Orgel – das hat er ihr zumindest erzählt. Doch Kirchen gibt es viele. Emina will ihre winterliche Landpartie schon aufgeben, als sie ihn in einem abgelegenen Dorf findet. Doch Christoph erinnert sich offenbar gar nicht an sie. (Quelle: Klappentext)

Emina hat ihrem Freund Jesper gestanden, dass sie nicht von ihm schwanger ist. Jesper ist davon recht verwirrt. Schließlich hatte er sich doch auf die Vaterrolle schon sehr gefreut. Emina möchte nun dem eigentlichen Vater von der Schwangerschaft berichten. Sie macht sich auf die Suche nach einem Christoph, der in einem kleinen Ort Orgel spielt. Emina macht die Kirche ausfindig und trifft nicht nur auf den leiblichen Vater ihres Kindes, sondern kommt auch einen Mitgliedern der Gemeinde näher.

Weihnachtsstimmung kommt beim Lesen 100% auf. In der Gemeinde von Christoph wird seit Tagen das Krippenspiel der Kinder geprobt. Zu Weihnachten gibt es dazu noch eine echte Geburt und das auch in einem Stall. Martina Bick konnte hier definitiv den weihnachtlichen Zauber versprühen.

Mehr Positives kann ich zu dem Buch allerdings nicht sagen. Die Figuren werden recht oberflächlich dargestellt. Auch die Handlung kommt in Fetzen und Ansätzen daher. Ein Wirrwarr aus Verwandt- und Feindschaften lassen den Leser an einigen Stellen im Buch mit einem Fragezeichen über den Kopf zurück.

Die Charaktäre des Buches sind sehr flach. Mich wunderte beispielweise die Reaktion von Jesper nachdem er erfahren hatte, dass er nicht der Vater des Kindes ist. Kaum Emotionen. Mir ging das viel zu schnell und reibungslos, dass er sich mit der Situation abgefunden hat. Kein Konflikt dazu, dass Emina ihn betrogen hat und ihm dannach noch ein Kukukskind unterschiebt. Aber ein Konflikt hätte wohl auch nicht zu einem Adventsbuch mit Happy End gepasst.

Mir schien die Geschichte jedenfalls zu wenig durchdacht. Die Autorin presste zu viele kleine Handlungen und Themen in diesen kurzen Roman. Einige Inhalte wurden lediglich kurz angerissen.  Warum hat Christoph eine schwerkranke Ehefrau? Diese auch liebevoll mit Emina umgeht. Der Zusammenhang zur Handlung war mir nicht deutlich genug. Generell, wurde zur Bedeutung von Christoph für die Geschichte zu wenig eingegangen. Man hätte ihn und sein Umfeld auch komplett weg lassen können und sich mehr auf Emina und Jesper konzentrieren können. Dann wäre die Geschichte vielleicht etwas runder gewesen.

Die Geschichte haut einen nun wirklich nicht vom Hocker, kann aber definitiv zum Advent gelesen werden. Dazu Duftkerzen, ein Weihnachtstee und Plätzen. Wer jedes Jahr unter Weihnachtsstress leidet, dem wird diese kleine seelige Geschichte gut tun.

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