Gelesen im Sommer – ein kurzer Rückblick

Diesen Sommer wurde bei mir recht wenig gelesen. Naja, oder besser gesagt, sind ein paar Bücher noch nicht komplett ausgelesen. Ich habe rund 100 ungelese Bücher im Regal stehen und diese warten nur darauf gelesen zu werden. Doch im Sommer hatte ich irgendwie das Pech, dass ich oft zu langweiligen oder schlechten Büchern gegriffen habe. Tja, das führte dann natürlich auch zu einer dicken Leseflaute. Die wenigen Bücher, welche ich komplett ausgelesen habe und mich begeistern sowie unterhalten konnten, möchte ich euch hier gerne vorstellen. Ach, und ich konnte mal wieder eine Gurke des Monats küren (oder eigentlich eher des Sommers!). Diese stelle ich euch allerdings in der Gurke des Monats Rubrik vor. Selbstverständlich könnt ihr auch über diesen Link zur Gurke gelangen. Hier nun aber meine Buchempfehlungen aus dem Sommer:

 

IMG_2090Titel: Tage zwischen gestern und heute
Autor: Andreas von Flotow
Veröffentlicht: 2014
Verlag: Deutsche Verlags Anstalt DVA
Seiten: 168
Serie: Nein

Tage zwischen gestern und heute bei Amazon

 

 

 

 

 

Im Jahr 2005 sind meine Eltern Opfer eines Anschlags geworden, den mein Onkel, ein Halbruder meiner Mutter, verübt hat. Er feuerte dreizehn Schüsse ab, mein Vater war sofort tot, meine Mutter starb fünf Jahre später. Die folgende Erzählung ist eine kurze, hier und da bebilderte Chronologie meiner Kindheit bis zum Tod meiner Mutter. Ich erzähle der Reihe nach und behalte die Natur jeder Ordnung im Hinterkopf: Sie ist ein Phänomen der Oberfläche, darunter ist es wüst und leer. München im Juli 2031 (Quelle: Vorwort).

Mit sprachlicher Präzision erzählt von Flotow eine rührende Adoleszenzgeschichte. Der Ich- Erzähler blickt im fiktiven Jahr 2031 noch einmal zurück auf seine Kindheit. Er ist das Kind einer berühmten Sängerin und einem leidenschaftlichen, ja fast schon entbrannten Lesers. Seine Eltern bekommt er kaum zu Gesicht. Gleich zu Anfang der Erzählung enthüllt er das dramatische Ende der Geschichte: “Im Jahr 2005 sind meine Eltern Opfer eines Anschlags geworden, den mein Onkel, ein Halbruder meiner Mutte, verübt hat.” Die Geschichte verzaubert einen daher weniger mit Spannung. Stattdessen werden die Folgen dieses Ereignisses langsam aufgerollt und vermitteln einem eine schmerzhafte Leere. So sind etwa die Bücher, welche der Junge nach dem Tod des Vaters erbt, seine wahren und besten Freunde. Geborgenheit und Verständnis sowie Aufmerksamkeit sind in der Kindheit des Ich-Erzählers fremd. Dieses Nachdenken und Erinnern gleicht keiner Selbstfindung, sondern viel mehr einer für immer ungestillten Sehnsucht.

Die Kindheit wird als schwierig und einsam geschildert. Es sind besonders die Gefühle von Verlorenheit und Verletzlichkeit, die einem als Leser nicht in Ruhe lassen und lange begleiten.

 

 

IMG_2094Titel: Looking for Alaska
Autor: John Green
Veröffentlicht: 2005
Verlag: Harper Collins Publishers
Seiten: 262
Serie: Nein

Looking for Alaska bei Amazon

Auf Deutsch erschienen unter dem Titel:

Eine wie Alaska

 

 

 

Miles Halter’s whole life has been one big non-event, until he meets Alaska Young.

Gorgeous, clever and undoubtedly screwed up, Alaska draws Miles into her reckless world and irrevocably steals his heart. For Miles, nothing can ever be the same again (Quelle: Buchrücken).

Miles Halter verlässt Florida, um eine Schule in Alabama zu besuchen. Hier wird er von seinen Klassenkameraden der schönen und geheimnisvollen Alaska vorgestellt. Wie für die meisten Mitschüler ist Alaska Dreh- und Angelpunkt am Internat. Auch Miles lernt Alaska mehr und mehr kennen und verliebt sich in sie. Eine romantische Liebesgeschichte ist Looking for Alaska dennoch nicht. Stattdessen öffnen Sie sich die zwei jungen Menschen ein ander und vertrauen sich gegenseitig die eigene Vergangenheit sowie persönliche Sorgen und Gedanken an. Wie auch Miles und seinen Klassenkamaraden lässt einem als Leser die Fazination Alaska nicht mehr los. Wie bei allen John Green Jugendromanen bringt auch sein Debutroman jede Menge Drama und Emotionen. Die erste Liebe muss eben nicht immer eine rosige und unschuldige Erinnerung sein.
IMG_2092Titel: Vicious
Autor: V.E. Schwab
Veröffentlicht: 2013
Verlag: Titan Books
Seiten: 340
Serie: Nein
Vicious bei Amazon
Bisher nicht auf Deutsch erhältlich.

 

 

 

Victor and Eli started out as college roommates – brilliant, arrogant, lonely boys who recognized the same ambition in each other. A shared interest in adrenaline, near-death experiences, and seemingly supernatural events reveals an intriguing possibility: that under the right conditions, someone could develop extraordinary abilities. But when their thesis moves from the academic to the experimental, things go horribly wrong.

Ten years later, Victor breaks out of prison, determined to catch up to his old friend (now foe), aided by a young girl with a stunning ability. (…) Armed with terrible power on both sides, driven by the memory of betrayal and loss, the arch-nemeses have set a course for revenge – but who will be left alive at the end (Quelle: Buchrücken)?

Victor und Eli sind beste Freunde. Während ihres Studiums entschliessen sich die beiden, ihre Abschlussarbeit zusammen zu schreiben und gemeinsam zu forschen. Damit beginnen sie ein gefährliches Experiment: EOs (ExtraOrdinary people ) existieren und können mit bestimmten Voraussetzungen geschaffen werden. Das Experiment funktioniert, aber zu einem schrecklichen Preis. Menschen müssen sterben und die Freundschaft der beiden Komilitionen wird für immer gebrochen.

Weder Victor noch Eli werden in Vicious mit “gut” oder “böse” kategorisiert. Deren Supermächte gehen mit großen Schwächen einher: Eli’s Hybris Gott spielen zu wollen und Victor‘s zielstrebige Rachelust. Beide Charaktäre werden von einer starken Bessenheit geführt. Jeder möchte den Anderen tot wissen.

Vicious ist extrem spannend geschrieben und man fiebert bis zur letzten Seite dem unausweichlichen Ende entgegen.

 

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